Krank zur Arbeit: Präsentismus verursacht Schaden in Milliardenhöhe.

Mit verschnupfter Nase und Migräne in das Büro schleppen? Die anhaltende Erschöpfung und Schlaflosigkeit ignorieren und durchhalten? Wer sich mit falsch verstandenem Pflichtgefühl oder aus Angst vor finanziellen Nachteilen krank zur Arbeit schleppt, tut weder sich noch seinem Arbeitgeber einen Gefallen. Im Gegenteil: Es wird ein volkswirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe verursacht.

Präsentismus verursacht 2/3 der Kosten, die Unternehmen durch Krankheit entstehen (Quelle: Studie Booz & Company)

Die durch Präsentismus verursachten Kosten belaufen sich auf 67% der gesamten Krankheitskosten. Es entsteht wie durch die normalen krankheitsbedingten Fehlzeiten (Absentismus) ein Produktivitätsverlust, der erhebliche negative Auswirkungen auf die Erfolgsrechnung eines Unternehmens hat.

Denn wer krank arbeitet, ist in seiner Leistung deutlich eingeschränkt, infiziert unter Umständen Kollegen, erhöht das Risiko für Arbeitsunfälle und verschlechtert letztendlich immer weiter seinen eigenen Gesundheitszustand.

Produktivitätsverlust durch Absentismus und Präsensismus pro Mitarbeiter und Jahr in Deutschland (Quelle: statista, 20.06.2016)

Doppelt so hohe Kosten wie bei normalen krankheitsbedingten Fehlzeiten.

Aus einer Studie der Unternehmensberatung Booz & Company aus dem Jahr 2011 geht hervor, dass sich die Kosten durch die „eigentlich“ kranken Angestellten von ca. 1.200 Euro auf 2.400 Euro pro Jahr und Mitarbeiter verdoppeln: Das bedeutet eine Steigerung der krankheitsbedingten Kosten auf insgesamt 3.600 Euro. Ein immenser finanzieller Schaden für jedes Unternehmen.

Wie können Unternehmen aktiv gegensteuern?

Wer krank ist, sollte sich unbedingt zu Hause auskurieren. Oder noch besser: durch präventive Maßnahmen dafür sorgen, die eigene Gesundheit dauerhaft zu verbessern.

Auch können Unternehmen mit einem betrieblichen Gesundheitsmanagement aktiv in die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investieren.

So steigert die betriebliche Gesundheitsvorsorge nicht nur durch effektive Zusatzleistungen den gesundheitlichen Gesamtzustand der Belegschaft – sie vermittelt den Mitarbeitern auch soziale Kompetenz, Solidarität durch das Versicherungsprinzip und ein besseres Bewusstsein für die eigene Gesundheit: positive Auswirkungen, die den Präsentismus effektiv eindämmen können. Weil die allgemeine Zufriedenheit steigt und die Angst vor negativen Auswirkungen wegen Krankheit schwindet.

Wer das Gefühl hat, dass dem Arbeitgeber die Gesundheit seiner Mitarbeiter am Herzen liegt, der wird kein schlechtes Gewissen haben, wenn jemand sich krankmeldet und nach überstandener Krankheit wieder aus dem Vollen schöpfen kann.

Positiver Nebeneffekt: Die Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt der betrieblichen Gesundheitsvorsorge ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit auf einem hart umkämpften Arbeitsmarkt sowie die Bindung der aktuellen Belegschaft.

Vor allem die Generation „Y“ der zwischen 1980 und 1995 Geborenen drängt zurzeit massenhaft auf den Arbeitsmarkt und mit ihr Werte wie Flexibilität, Selbstbestimmung und die Berücksichtigung individueller Bedürfnisse. Zudem bewirken der demografische Wandel und steigende Anforderungen in einer stark globalisierten Arbeitswelt, dass immer mehr Arbeitnehmer verstärkt unter physischen und psychischen Erkrankungen leiden.

Durch ein ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagement können Unternehmen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Den Präsentismus im eigenen Unternehmen effektiv eindämmen und aktiv nach außen und innen signalisieren, dass bei ihnen die Maxime „Arbeiten bis zum Umfallen“ längst ausgedient hat.

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